Was passiert, wenn Archäologie zur offenen Werkstatt wird? Blackbox Archäologie öffnete museale Forschung für Besucher:innen und macht archäologische Arbeit mithilfe digitaler, interaktiver Formate erlebbar – ko-kreativ entwickelt im Verbund von drei Museen und gemeinsam mit ihrem Publikum.
Thema
Ort
Ruhrgebiet
Jahr
2021-2023
Kunde
LWL-Museum für Archäologie (Herne), Deutsches Bergbau-Museum (Bochum), LWL-Römermuseum, NEEEU Spaces
Worum es ging
Wie können Museen in einer zunehmend komplexen Welt mit Unsicherheit, Widersprüchen und Wandel umgehen – und welches Potenzial liegt dabei in der Archäologie selbst?
Im Projekt Blackbox Archäologie schlossen sich drei archäologische Museen zusammen, um neue digitale und partizipative Formate zu entwickeln, die archäologische Arbeitsweisen für Besucher:innen erfahrbar machen. Im Fokus standen interaktive Medien wie Virtual und Augmented Reality, spielerische Erzählformate sowie neue Narrative, die Vergangenheit nicht als abgeschlossene Wahrheit, sondern als offenen Deutungsprozess vermitteln.
Zur Umsetzung konzipierte und moderierte ich einen mehrjährigen Entwicklungsprozess: In acht Workshops begleitete ich die beteiligten Teams bei der Entwicklung einer gemeinsamen Innovationspraxis – von Führungskultur, Kreativitätstechniken und Konfliktlösung bis hin zu nutzerzentriertem Design im Museumskontext. Ergänzend gestaltete ich immersive und partizipative Experience-Design-Formate und entwickelte gemeinsam mit Museumsfachleuten und Besucher:innen interaktive digitale Anwendungen, Narrative und Games. Zwei gezielte Nutzer:innen-Workshops ermöglichten es Besucher:innen, direkt an der Gestaltung neuer Erlebnisse und Storytelling-Tools mitzuwirken.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war zudem die Einführung hierarchiearmer, rollenbasierter und agiler Arbeitsweisen, die von den Beteiligten in ihre jeweiligen Häuser getragen wurden. So verband Blackbox Archäologie digitale Innovation mit organisationalem Lernen und etablierte neue Formen der Zusammenarbeit nach innen und außen.
Wirkung
Blackbox Archäologie setzte neue Impulse für digitale und partizipative Innovationsprozesse im Museumsbereich. Das Projekt machte archäologische Forschung als offenen, interpretativen Prozess erlebbar und stärkte zugleich neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Fachpersonal und Publikum.
Die entwickelten Formate und Arbeitsweisen wirken über das Projekt hinaus und dienen als Modell für zukunftsorientierte, nutzer:innenzentrierte Kulturarbeit.
Meine Rolle
Konzeption und Moderation des mehrjährigen Verbundprozesses zwischen drei Museen
Einführung und Vermittlung agiler, nutzer:innenzentrierter und kollaborativer Arbeitsweisen in acht Workshops
Einbindung von Nutzer:innen durch gezielte Besucher:innen-Workshops
Begleitung organisationaler Veränderungsprozesse hin zu rollenbasierten, hierarchiearmen Strukturen
Inhaltliche Gestaltung und Design von Workshop Materialien



