Was passiert, wenn Träume nicht erfüllt, sondern bewusst losgelassen werden? The Chamber of Lost and Forgotten Dreams ist ein intimes, immersives Ritual, das Menschen in einen Zwischenraum führt – dorthin, wo Erwartungen zerfallen, Gewissheiten brüchig werden und neue, ungeplante Formen des Träumens entstehen.
Thema
Ort
Berlin
Jahr
2025
Kunde
MaHalla Berlin
Worum es ging
Was geschieht mit den Träumen, die Menschen nach Berlin mitbringen – und was entsteht, wenn wir sie bewusst loslassen?
The Chamber of Lost and Forgotten Dreams ist ein surrealer Übergangsritus, der Besucher:innen in den Unterbauch der Stadt führt: in einen symbolischen Raum, in dem Erwartungen verbrannt, Gewissheiten gestört und neue, nicht-zielgerichtete Formen des Träumens erprobt werden.
In einem klar strukturierten, performativen Ritual durchlaufen die Teilnehmenden fünf Phasen – von der Initiation über ein kollektives Opfer- und Transformationsritual bis hin zur gemeinsamen Rekonstruktion eines „seitwärts wachsenden“ Traums. Geführt von archetypischen Figuren (The Guide und The Dreamkeeper), verbindet das Format Storytelling, körperliche Präsenz, Feuer, Klang, Objektarbeit und kollektive Gestaltung.
Ziel war es, einen intimen Erfahrungsraum zu schaffen, der auf eine konkrete Gruppe zugeschnitten war: Träume werden nicht erfüllt, sondern kompostiert; Sinn wird nicht erklärt, sondern erlebt. Das Ritual endet nicht mit Auflösung, sondern mit einer offenen, poetischen Neuorientierung, die die Teilnehmenden in weitere körperlich-meditative Formate (Butoh-Performance und Gong Bath) überführt.
Wirkung
The Chamber of Lost and Forgotten Dreams eröffnete einen temporären Schwellenraum für eine ausgewählte Gruppe, in dem Loslassen, Irritation und Neuorientierung möglich wurden.
Als private Auftragsarbeit zeigt das Projekt, wie ritualbasiertes, immersives Design auch in intimen Settings tiefgehende Transformationsprozesse anstoßen und Räume für kollektives „Unsee the known“ schaffen kann.
Meine Rolle
Konzeption der dramaturgischen Gesamtstruktur
Entwicklung der narrativen Welt, Figuren, Texte und Übergänge
Integration partizipativer Elemente (Schreiben, Opfer, kollektive Collage, Rätselobjekte)
Gestaltung des Raumes, Requisiten- und Kostümkonzept
Leitung und Durchführung der Performance mit zwei Darsteller:innen




